Projekte und Kooperationen

PHAROS: Art History Photo Archive Consortium

Ende Januar 2013 fand auf Initiative der Frick Collection und mit Unterstützung der Kress Foundation ein zweitägiges Kolloquium in New York statt, auf dem die Leiter großer kunsthistorischer Fototheken die Zukunft der Bildarchive diskutierten. Als gemeinsames Ziel wurde u.a. die Digitalisierung der Fototheken und die Verlinkung der Daten in einer übergreifenden Plattform formuliert. Mit mehreren Pilotprojekten (u.a. dem Corpus Gernsheim) sollen in einem ersten Schritt Erfahrungen gewonnen werden. Weitere Treffen in London (Oktober 2013) sowie Florenz und Bologna (Oktober 2014) hatten u.a. die Analyse der Daten und die Weiterentwicklung der Datenstruktur zum Gegenstand. Ein Antrag für die Programmierung einer Image Searchable Database ("Computer Vision") an die Kress Foundation wurde im Mai 2015 bewilligt. Siehe auch: The Future of Photoarchives

Arbeitskreis Graphik vernetzt

Seit Ende 2012 ist die Fotothek Mitglied im Arbeitskreis »Graphik vernetzt«, dem etwa 50 graphische Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören und der es sich zur Aufgabe gemacht hat, gemeinsame Digitalisierungsstandards zu verabreden und Strategien für die weitergehende digitale Vernetzung graphischer Sammlungen zu entwerfen. Die im Rahmen des Le Blanc-Projektes erstellten umfangreichen Erschließungsdaten und Digitalisate zur Druckgraphik (Abteilungen Le Blanc, Bartsch, Incisioni) wurden für die Betaversion der Verbunddatenbank "Graphikportal" bereitgestellt, die im Auftrag des Arbeitskreises von Foto Marburg für die zunächst druckgraphischen Bestände der Partnerinstitutionen entwickelt wird und 2015 online gehen soll. Im Unterschied zum Online-Katalog eines Museums ist das Graphikportal als übergeordnete Plattform zu verstehen, die gleichermaßen die Forschung wie das breite Publikum zur Zielgruppe hat. Siehe auch: Arbeitskreis Graphik vernetzt.

Cesi-Projekt

Seit Herbst 2013 ist die Fotothek Kooperationspartner des Projektes »Genealogie und Heraldik im Umfeld des Linceo Federico Cesi« am Deutschen Historischen Institut (Dr. Andreas Rehberg). Umfangreiche Fotokampagnen von Ausstattungsprogrammen der Paläste Gaddi-Cesi (Rom), Castello Cesi (S. Angelo Romano), Castello Cesi (S. Polo die Cavalieri) und Castello Cesi (Acquasparta) fanden 2013 und 2014 statt.

Arbeitsgemeinschaft kunsthistorischer Bildarchive und Fototheken (AKBF)

Die in der AKBF (http://www.fototheken.de/) zusammengeschlossenen Einrichtungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine gemeinsame Strategie für die Zukunft von Bildarchiven und Fototheken im digitalen Zeitalter zu entwickeln. Im Zentrum stehen der Aufbau von Forschungs- und Informationsinfrastrukturen zur digitalen Präsentation von fotografischem Bildmaterial sowie die Etablierung von Methoden, Techniken und Standards zur Archivierung, Digitalisierung, Erschließung und Publikation fotografischer Bestände für Bildung und Wissenschaft. Diesem seit 2004 bestehenden Zusammenschluss  gehören folgende Einrichtungen an:

  1. Deutsche Fotothek, SLUB Dresden
  2. Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, Max-Planck-Institut
  3. Rheinisches Bildarchiv und Museumsreferat der Stadt Köln
  4. Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg
  5. Bildarchiv des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg
  6. Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München
  7. Fotothek der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte Rom

Als leistungsfähige Dokumentationszentren stellen die Mitglieder der AKBF ihre Bestände sowohl in eigenen wie auch gemeinsamen Onlineangeboten bereit. Sie bewahren zusammen mehr als 14 Millionen Fotografien zur Kunst- und Kulturgeschichte, von denen bereits rund 3 Millionen Fotografien nach den Maßgaben von Open Access im Internet zugänglich sind, beispielsweise über die Portale Bildindex der Kunst und Architektur, Deutsche Fotothek oder Kulturelles Erbe Köln. Eine besondere Stärke der Arbeitsgemeinschaft besteht in der Etablierung von Standards und Empfehlungen zur best practice sowie in der Entwicklung und Pflege von forschungsorientierten Infrastrukturen.

Das Corpus Photographicum of Drawings (Corpus Gernsheim) als Forschungsinstrument

Seit 2012 veranstaltet die Fotothek jährlich stattfindende Tagungen und Studienkurse zur Zeichnungsforschung:

November 2012: Zeichnungen im Fokus – Focus on Drawings . Studientag zu Ehren von Jutta Gernsheim und in memoriam Walter Gernsheim

November 2013: Zeichnen und Zeichner im Rom des 18. Jahrhunderts Grandtour, Kunstmarkt und Kunstexport

April 2014: Italienische Barockzeichnung

November 2015: Renaissance-Zeichnungen für und nach Skulptur

Fototeca Unione

Der Fotothek angegliedert ist die »Fototeca dell'Unione di arte post-antica romana«. Am 25. Juni 1956 beschlossen die Direktoren der zur »Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia, Storia e Storia dell'Arte in Roma« gehörenden italienischen und ausländischen Kulturinstitute die Gründung einer Fotothek zur Topographie und nachantiken Kunst Roms, die in enger Zusammenarbeit mit der Bibliotheca Hertziana: Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom realisiert werden solle. Bis 2011 konnten durch die jährlichen Zuwendungen der Unione insgesamt 24.922 Fotografien erworben werden, teilweise als Negative und seit 2005 auch als digitale Bilddateien. Die Bestände der Fototeca Unione sind in die Fotothek der Bibliotheca Hertziana eingegliedert und durch eine Unione-Bestandsnummer gekennzeichnet.


Abgeschlossene Projekte

Das Projekt »Le Blanc«

Die Fotothek verfügt über eine in ihrer Art weltweit singuläre Fotosammlung von Reproduktionsgrafik nach italienischen Kunstwerken, die seit den 1970er Jahren systematisch und unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aufgebaut wurde. [... mehr]

MS Wissenschaft 2012

Eine Ausstellung zum Mitmachen im Wissenschaftsjahr »Zukunftsprojekt Erde« im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 30. Mai – 15. Oktober 2012 [... mehr]

Ernst Steinmann, Domenico Anderson und »Die Sixtinische Kapelle«

Am 31. Oktober 1512 wurde das Deckenfresko Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle des Vatikan enthüllt. Die Fotothek der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, bearbeitet zur Zeit die historischen Bildbestände zur Sixtinischen Kapelle. [... mehr]