Origini - 1400

Santa Maria in Cosmedin – Architektur, Ausstattung, Geschichte
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Die spätestens im 6. Jahrhundert in einer spätantiken Säulenhalle errichtete Marienkirche am antiken Forum Boarium gehört hinsichtlich ihrer komplexen Baugeschichte und ihrer prächtigen Ausstattung zu den interessantesten Bauten des römischen Mittelalters. Die monographische Untersuchung ist integrativer Teil des mehrbändigen Corpus Cosmatorum. Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter. 1050-1300, an dem eine internationale Forschergruppe arbeitet.

Raumgreifend. Künstlerische Strategien materialästhetischer Konstitution von Raum in Süditalien 1000–1250
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Das Dissertationsvorhaben möchte sich auf drei spezifische Objektgruppen des süditalienischen Mittelalters – Exultet, die Barisanus-Türen und palermitanische Goldschmiedeobjekte – konzentrieren und nach Bedingungen und Wirkungen ihrer Materialität fragen.
Aktuell gewinnt die Frage nach der Materialität von Objekten in der kunsthistorischen Forschung vermehrt an Bedeutung. Vor allem in Hinblick auf mittelalterliche Objekte, von deren Herstellungs- und Wirkungskontext oft nur wenige schriftliche Quellen erhalten sind, kann der Ansatz, das Material eines Objektes in den Fokus zu stellen, wertvolle Erkenntnisgewinne liefern. Neben technischen, materialsemantischen und materialästhetischen Überlegungen sollen in der Arbeit auch räumliche Aspekte eine bedeutende Rolle spielen, da sie die Materialien erst greif- bzw. erfahrbar werden lassen. Mithilfe von raumtheoretischen Ansätzen sollen deshalb auch sakrale Innenräume, liminale, sowie prozessionale Räume des mittelalterlichen Süditalien untersucht werden. Dabei wird nicht nur die Wirkung des Raumes auf das Material im Fokus stehen, sondern auch die des Materials auf den Raum. Zu fragen wäre etwa, inwiefern die Materialität von Objekten die sie umgebenden – ideellen und realen, politischen und sakralen – Räume beeinflussen und konstituieren konnte.

Napoli romanica. Il paesaggio monumentale della città pre-angioina (950-1250)
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La ricerca è incentrata sul paesaggio urbano di Napoli anteriore all'arrivo degli Angioini nel 1266, con l'intento di recuperare da un punto di vista storiografico tre secoli di attività edilizia. Si cercherà di delineare l'immagine di una città che al pari delle altre, durante i secoli del Romanico e del primo Gotico, ha esibito orgogliosa la propria architettura: dalle mura alle torri, alle strutture portuali, ai castelli, senza dimenticare cattedrali e architetture religiose, il tutto in un contesto urbano – e probabilmente paesaggistico – ancora fortemente tardo-antico. Si tratta dunque di ricostituire la fisionomia della città così come la trovano gli Angioini al loro arrivo: la Napoli coeva alle grandi realizzazioni meridionali (Montecassino, Salerno, etc.) e alle imprese siciliane, pugliesi o calabresi. In quel momento storico, Napoli non era né una città devastata né era stata scevra di innovazioni edilizie nei secoli immediatamente precedenti. L'ipotesi di lavoro di questa pubblicazione è quindi l'idea a priori poco diffusa di una Napoli che ha sempre vissuto architettonicamente e urbanisticamente a pieno ritmo, lungo tutto il proprio percorso storico, anche prima dell'ascesa al trono degli Angioini. Un capitolo del libro sarà dedicato proprio allo studio della perdita dell'eredità monumentale dei secoli tra il X e il XIII, oggi maggiormente dimenticata.

Päpstliche Geschenke im späten 13. Jahrhundert – Akteure, Objekte, Funktionen
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Im späten 13. Jahrhundert schenkten Päpste kostbare Textilien, liturgische Geräte und Handschriften an kirchliche Institutionen innerhalb und außerhalb Roms. Ein Teil dieser mobilen Gaben stammte aus den Beständen des päpstlichen Schatzes. Er wurde vor den Schenkungen innerhalb der päpstlichen Liturgie und des Zeremoniells genutzt und war folglich eng an die Person und das Amt des Papstes gebunden. Die Schenkungen führten zu einer an Träger, Raum und Handlung gebundenen Neukontextualisierung der Gaben und dienten der Etablierung einer auf das römische Papsttum ausgerichteten Kultur delegierter Repräsentation, politischer Loyalität und der Memoria. Ziel des Projekts ist es, anhand verschiedener Fallstudien über die päpstliche Schenkungspolitik im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts neue Erkenntnisse zu den Funktionen päpstlicher Gaben dieser Zeit zu gewinnen. Am Beispiel des päpstlichen Geschenkwesens sollen anthropologische Erklärungsmodelle (z.B. die Gabentheorien von Marcel Mauss und Annette Weiner) für die Kunstgeschichte fruchtbar gemacht werden, um einerseits der materiellen und visuellen Wirkmacht der verschenkten Artefakte gerecht zu werden und um andererseits das Verhältnis zwischen den die Schenkungsvorgänge bestimmenden Akteuren und der »agency« der Geschenke erklären zu können.

Tradition als Konzept? – Die Wandmalereien in Santa Maria di Vescovìo – Kathedrale der Sabina
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Gegenstand der Arbeit sind die Wandmalereien in Santa Maria di Vescovìo, der ehemaligen Kathedrale des suburbikarischen Bischofssitzes Sabina. Nur wenige Jahre vor dem Auszug der Päpste nach Avignon entschied man sich in dieser Kirche für eines der traditionellsten Themen römischer Kunstgeschichte, der Gegenüberstellung alt- und neutestamentlicher Szenen, ergänzt durch eine monumentale Darstellung des Jüngsten Gerichtes und knüpfte damit an die großen verloren gegangenen Zyklen in den Apostelkirchen Alt-Sankt Peter und San Paolo fuori le Mura an. Möglicherweise wurde damit bewusst Tradition zum Konzept erhoben, um den über tausendjährigen Anspruch des Papstes auf den Stuhl Petri zu rechtfertigen, an jenem Ort, an dem der Apostel Petrus der Legende nach selbst gepredigt und eine Kirche gestiftet haben soll. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, die Wandmalereien in den künstlerischen und historischen Kontext des Due- und Trecento einzuordnen und sowohl stadtrömische Malerei und Mosaikkunst, als auch die Malerei des Latium in die Überlegungen einzubeziehen. Ferner soll die Geschichte der Sabina und die Rolle der Bischöfe aufgearbeitet werden und Überlegungen zur Auftragslage und Datierung der Malereien angestellt werden.

Historische Topographie der Repräsentation von Heiligen im Kontext dynastischer Legitimation und Identifikation in Süditalien (13.–14. Jahrhundert)
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Die Erforschung der Nutzung von Heiligenkulten und ihrer Repräsentationsmedien für dynastische oder kommunale Legitimationsstrategien und politische Identitätsbildung hat eine lange Tradition im Rahmen der politischen Ikonographie. Es werden meist zentrale Monumente solcher sakralen Inszenierungen von Herrschaft und Gemeinschaft erforscht, selten aber wird die räumliche und mediale Streuung politischer Sakralpolitik mit untersucht. Erst vor diesem Hintergrund aber ließe sich die Orts- und Medienspezifik sakraler Repräsentationsformen in vergleichender Perspektive thematisieren. Die besondere epistemische Herausforderung liegt in der Kombination der Datensätze, semantischen Felder und räumlich-zeitlichen Relationen. Welche Art von Raumkonstruktionen und Raumdarstellungen ergeben sinnvolle Grundflächen zum Eintragen von Datenknotenpunkten? Wie lassen sich kartographische Räume auf Handlungs- oder Wissensräume beziehen? Wie kann z.B. das Modell der Distributionskarte verbessert werden?
Süditalien im späten 13. bis ins mittlere 14. Jahrhundert bietet sich als Untersuchungsrahmen an, da das seit 1266 von den französischen Anjou regierte Königreich Neapel wechselnde Allianzen mit Ungarn und Aragon einging, in diesem Zusammenhang bedeutende territoriale Gewinne und Verluste zu verzeichnen sind und die Herrscherdynastie aktiv das Projekt einer Sakralisierung ihres Geschlechts verfolgte. Die Fokussierung auf jene Heiligen, die in Bezug auf die Legitimierung von Herrschaft und Gemeinschaft besonders relevant sind, wie z.B. der Hl. Ludwig von Anjou oder die Hl. Elisabeth von Ungarn, erlaubt es, danach zu fragen, wie sich politisch-diplomatische Beziehungen und Allianzen oder territoriale Veränderung des Herrschergebiets auf die Verbreitung und die medialen Repräsentationsformen von Heiligen auswirken. Das Projekt strebt an, seine Datensammlung jenseits der klassischen Datenbank in einer dem Forschungsinteresse adäquaten Weise zu gestalten und diesen Prozess auch theoretisch zu reflektieren.