Dr. Jana Graul

Postdoktorandin

Forschungsinteressen

  • Kunst und Kunsttheorie der Frühen Neuzeit (v.a. Italien)
  • Künstlerische Selbstinszenierungsstrategien und Identitätskonstruktion
  • Ethik des Künstlers und das Bezugsfeld Kreativität, Moral und Kunst
  • Materialien und Techniken künstlerischer Zeichnungen

Forschungsprojekt

Künstlerische Entwürfe von Europa

Publikationen (Auswahl)

  • "'Particolare vizio de’ professori di queste nostre arti': On the Concept on Envy in Vasaris’s Vite", I Tatti Studies in the Renaissance, 18,1 (2015), S. 1-36.
  • "Il Ligozzi dei cani mordaci. L’Invidia e la serie dei vizi capitali", in Jacopo Ligozzi ‘pittore universalissimo’ (Ausstellungskatalog Florenz), hg. v. Alessandro Cecchi u. Marzia Faietti, Florenz 2014, S. 185-197.
  • Einleitungs- und Kommentartexte zu: "Das Leben des Filippo Lippi", "Das Leben des Pesello und Pesellino" u. "Das Leben des Andrea del Castagno und Domenico Veneziano", in Giorgio Vasari. Das Leben des Filippo Lippi, des Pesello und Pesellino, des Andrea del Castagno und Domenico Veneziano und des Fra Angelico, hg. v. Jana Graul (mit Heiko Damm), Berlin 2011, S. 9-13, 38-40, 44-51, 105-191.
  • "An der Schwelle zur Malerei. Farbige Träger in der Florentiner Zeichenpraxis bis 1500", Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, 37 (2010), S. 73-119.
  • "'fece per suo capriccio, e quasi per sua defensione'. I due bassorilievi in stucco di Daniele da Volterra per la Cappella Orsini", Prospettiva. Rivista di storia dell’arte antica e moderna, 134-135 (2010), S. 141-156.

Vita

Jana Graul hat an den Universitäten Jena, Florenz und Siena Kunstgeschichte, Neuere Geschichte und Kulturgeschichte studiert (Magisterarbeit zu Daniele da Volterras Orsini-Kapelle in Trinità dei Monti in Rom) und promovierte im März 2020 an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer von Alessandro Nova betreuten Arbeit zu Invidia als Künstlerlaster. Neid in Kunst und Kunstliteratur der Frühen Neuzeit, die mit dem Publikationspreis der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kustgeschichte, dem Promotionspreis der Benvenuto Cellini-Gesellschaft (Frankfurt/Main) sowie dem Hans-Janssen-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgezeichnet wurde.
In den Jahren 2006–2009 und 2014–2015 war sie als Wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut tätig, u.a. im Projekt Vasaris Welten. Sie erhielt Stipendien u.a. von DAAD, KHI, Gerda Henkel-Stiftung, Istituto Nazionale di Studi sul Rinascimento (Florenz) und Deutsches Studienzentrum in Venedig und arbeitete mit verschiedenen Museen zusammen, darunter Gabinetto Disegni e Stampe degli Uffizi und Galleria Palatina (Florenz), Musée du Louvre (Paris), Scuderie del Quirinale (Rom) und Graphische Sammlung ETH (Zürich).Von 2019 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kolleg-Forschergruppe BildEvidenz an der Freien Universität Berlin und zuletzt Junior-Fellow der Kolleg-Forschergruppe Imaginarien der Kraft an der Universität Hamburg, wo sie auch am DFG-Projekt Leonardo da Vinci. Das Buch von der Malerei mitwirkt. 
Seit März 2021 ist sie mit einem Forschungsprojekt zu künstlerischen Europa-Entwürfen Postdoktorandin der Bibliotheca Hertziana. Zu ihren Forschungsinteressen zählen außerdem der Themenkomplex Kunst und Heilkraft sowie der Konnex von Künstlerneid und Gewalt.
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