Seicento Architektur für das faschistische Italien. Armando Brasinis Projekte in Italien, den italienischen Kolonien und jenseits davon
 

Philipp Hubert, M.A.

Das Promotionsprojekt ist dem Werk des römischen Architekten Armando Brasini (1879–1965) gewidmet. Anhand von neu zugänglichem Archivmaterial wird das Vorhaben bereits bekannte Projekte neu beleuchten, bisher unbekannte Projekte in sein Oeuvre aufnehmen und Brasinis theoretische Positionen herausarbeiten. Sein Schaffen wird somit in den komplexen sozialen, politischen und historisch-architektonischen Kontext des Ventennio eingeordnet. Besondere Aufmerksamkeit wird seiner Suche nach einer architektonischen Sprache für das faschistische Italien gewidmet, wobei das kaiserliche, byzantinische und barocke Rom als Referenz dienen, sowie seiner Bautätigkeit in den italienischen Kolonien. Drittens werden die beruflichen Netzwerke, die institutionelle Arbeit und die journalistische Tätigkeit Brasinis erstmals anhand der umfangreichen Archiv-dokumentation nachgezeichnet. Brasini wird so als ein Protagonist des italienischen Architekturgeschehens und als charakteristischer Vertreter einer von der Architekturhistoriographie nach wie vor vernachlässigten „anderen Moderne“ konturiert werden. 

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