Werner Haftmann Leiter der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Wechselausstellungen und Ankaufspolitik (1967–1974)

Vincenza Benedettino, M.A.

Die an der Universität Heidelberg und an der École du Louvre in Paris betreute Dissertation widmet sich der Erforschung der kuratorischen Praxis von Werner Haftmann (19121999) an der Neuen Nationalgalerie in Berlin (West) während des Kalten Krieges. Zum einen wird Haftmanns biographischer und beruflicher Werdegang tiefgehend untersucht. Zum anderen werden die von Haftmann gestalteten Wechselausstellungen in der Halle im Erdgeschoss des Museums sowie seine Ankaufspolitik im kulturpolitischen Kontext der geteilten Stadt analysiert.
Ziel der Dissertation ist es, neue Einsichten und einen erweiterten Blick sowohl auf die Karriere eines der wichtigsten deutschen Kunsthistoriker der Nachkriegszeit, als auch die Geschichte des Museums unter seiner kuratorischen Leitung zu veranschaulichen.
Das Forschungsprojekt hat ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg am Zentralinstitut für Kunstgeschichte (August 2017 bis Juli 2019) erhalten und wird aktuell gefördert mit dem "Paris x Rom" Stipendium des Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris und der Bibliotheca Hertziana in Rom (September 2019 bis Februar 2020), dank dieser die Untersuchung von archivarischen Quellen auf deutscher sowie internationaler Ebene und die damit verbundene Analyse von Haftmanns internationalem Netzwerk ermöglicht wird.

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