Schenkung aus dem Nachlass von Arthur Haseloff

Neapel, San Lorenzo Maggiore, Innenansicht

Der Kunsthistoriker Arthur Haseloff (1872–1955) wurde 1896 bei Adolph Goldschmidt in München promoviert und 1901 in Berlin habilitiert. In den Jahren 1904–1915 unternahm er im Auftrag des Preußischen Historischen Instituts in Rom zusammen mit seinem damaligen Assistenten Martin Wackernagel mehrere Forschungsreisen zur staufischen Baukunst in Italien. 1920 wurde er zum ordentlichen Professor an die Universität Kiel berufen, wo er bis 1955, zuletzt als Emeritus, lehrte. Eine Unterbrechung erfolgte nur in den Jahren 1932 bis 1934, als er das Amt des kommissarischen Leiters des Kunsthistorischen Instituts in Florenz übernahm. Die Forschungen Haseloffs zu den staufischen Kastellen in Apulien wurden mit der erneuten Einrichtung eines Süditalienreferats an der Bibliotheca Hertziana im Jahre 1956 wiederaufgenommen und teilweise mit Haseloffs Material von den Referenten Heinrich Mathias Schwarz und Hanno Hahn weitergeführt. In den Jahren zwischen 1958 und 1961 schenkte die Universität Kiel der Bibliotheca Hertziana etwa 800 Doubletten-Abzüge aus dem Nachlass Haseloffs. Hinweis: Der gesamte, ca. 3.200 Aufnahmen umfassende fotografische sowie der schriftliche Nachlass befindet sich in der Universität Kiel.

Weitere Informationen: Die Arthur-Haseloff-Gesellschaft e. V. (Stand 23.11.2018).

Auswahlbibliografie: Die Kaiserinnengräber in Andria. Ein Beitrag zur apulischen Kunstgeschichte unter Friedrich II., Rom 1905; Die Bauten der Hohenstaufen in Unteritalien, 2 Bde., Leipzig 1920.
Zu Haseloffs Fotokampagnen: Martina Holdorf, "Bilder und Bauten Unteritaliens zur Zeit der Normannen und Staufer. Auf den Spuren des Kieler Kunsthistorikers Arthur Haseloff in Apulien, Kunsthalle Kiel 4.–6. Mai 2001, internationales Symposium", Burgen und Schlösser, 42 (2001), S. 48; Arthur Haseloff und Martin Wackernagel. Mit Maultier und Kamera durch Unteritalien, Forschungen zur Kunst im Südreich der Hohenstaufen (1905–1915) (Ausstellungskatalog), hg. v. Uwe Albrecht, Kiel 2005.

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