Ehrenbürger Roms: Christoph Luitpold Frommel

22. Dezember 2020

Christoph Luitpold Frommel wurde aufgrund seiner besonderen Leistungen und in seiner Eigenschaft als einer der „bedeutendsten lebenden Historiker der römischen Renaissance-Architektur“ zum Ehrenbürger der Stadt Rom ernannt.

Christoph L. Frommel im Jahr 1990, Foto: Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin-Dahlem

1980 wurde Christoph Luitpold Frommel als Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und zum Direktor an der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte berufen, der er bis 2001 gemeinsam mit Matthias Winner vorstand. Frommels Studien stellten die römische Architekturforschung auf eine neue methodische Grundlage. Die von ihm geleistete systematische Zusammenführung formaler Beobachtungen mit bautechnischen und archivalischen Befunden sowie deren Kontextualisierung im soziologischen, politischen und urbanistischen Umfeld prägen bis heute die internationale Architekturforschung. Seine Arbeiten zu Bramante, Antonio Sangallo il Giovane, Raffaello, Peruzzi, Giulio Romano, Michelangelo und Borromini flossen in zahlreiche Publikationen und Ausstellungen ein, einige von ihnen stellen Pionierleistungen der kunsthistorischen Wissenschaft dar. Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Christoph Luitpold Frommel wurde von zahlreichen Forschenden und Liebhabern der Stadt Rom unterstützt und ist als Anerkennung seiner herausragenden intellektuellen Leistungen und für seinen Dienst an der Gemeinschaft und für die Stadt Rom zu verstehen. Die Bibliotheca Hertziana gratuliert Christoph Luitpold Frommel zu dieser besonderen Auszeichnung.

Die Bibliotheca Hertziana feiert mit ihm bereits ihren zweiten Ehrenbürger, am 21. April 1994 wurde der Deutsch-Amerikaner Richard Krautheimer (emigriert 1935, seit 1967 Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied der MPG) zum Ehrenbürger der Stadt Rom ernannt, Krautheimer lebte seit 1971 bis zu seinem Tod 1994 im Palazzo Zuccari, dem Sitz der Bibliotheca Hertziana.

Zur Redakteursansicht