Nachlass Hanno Hahn

Lugnano in Teverina, Santa Maria Assunta

Hanno Hahn (1922–1960), Sohn des Chemikers Otto Hahn, studierte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in Tübingen und Frankfurt am Main. Nachdem sein kunsthistorisches Interesse zunächst der deutschen Architektur galt, verbrachte er 1949 ein Studienjahr an der Scuola Normale Superiore in Pisa und begann mit Forschungen zur mittelalterlichen Architektur Italiens. Daneben erstreckten sich seine Studien auch auf die Architektur in England, Spanien und Frankreich. 1953 promovierte er bei Harald Keller in Frankfurt a. M. mit einer Arbeit zur Zisterzienserbaukunst. 1956–1958 war er Stipendiat und darauf folgend Süditalienreferent an der Bibliotheca Hertziana bis zu seinem tragischen Tod durch einen Autounfall 1960.

Der Nachlass besteht aus ca. 1.630 Schwarz-Weiß-Kleinbildnegativen, die Hahn in den genannten Jahren überwiegend zur mittelalterlichen Architektur Italiens und in kleineren Teilen Englands und Frankreichs im Rahmen seiner eigenen Forschungen sowie zum Aufbau einer Fotodokumentation des Süditalienreferats der Bibliotheca Hertziana angefertigt hat. Des Weiteren gehören dazu ältere Aufnahmen zur Zisterzienserbaukunst in Deutschland und in Frankreich, die Hahn für seine Dissertation zum Kloster Eberbach erworben hat.

Auswahlbibliografie: Die frühe Kirchenbaukunst der Zisterzienser. Untersuchungen zur Baugeschichte von Kloster Eberbach im Rheingau und ihren europäischen Analogien im 12. Jahrhundert, Berlin 1957; Hohenstaufenburgen in Süditalien. Ingelheim am Rhein, 1961. Zur Süditalienreise von Hahn: Kai Kappel, "Albert Renger-Patzsch und die 'Hohenstaufenburgen in Süditalien'", Burgen und Schlösser 38 (1998), S. 140–149.

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