Nachlass Wolfgang Lotz

Rom, San Macuto

Wolfgang Lotz (1912–1981) wurde 1937 mit einer Arbeit zu Jacopo Vignola bei Ludwig Heydenreich in Hamburg promoviert. Ab 1937 war er am Kunsthistorischen Institut in Florenz, zunächst als Stipendiat, dann als Assistent. 1942 wurde er zum Wehrdienst einberufen, 1945 war er in amerikanischer Gefangenschaft, aus der er zur International Commission for Monuments in München abgestellt wurde. In den Nachkriegsjahren war er zunächst Stellvertretender Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München. 1952 folgte er einem Ruf an das Vassar College, wo er Richard Krautheimer, der an das Institute of Fine Arts in New York berufen wurde, ersetzte. 1959 folgte er wiederum Krautheimer nach und übernahm die Professur am Institute of Fine Arts. Von 1962 bis 1980 war er Direktor der Bibliotheca Hertziana, 1981 starb er in Rom. Wolfgang Lotz' Forschungsgebiet war vornehmlich die Architektur der Renaissance. Der 1987 in die Fotothek eingegangene Nachlass umfasst ca. 1.100 Schwarz-Fotografien zu den genannten Forschungsgebieten, darunter auch Aufnahmen der Fotografin und Frau von Wolfgang Lotz, Hilde Lotz-Bauer.

Hinweis: Der schriftliche Nachlass befindet sich im Archiv der Bibliotheca Hertziana.

Auswahlbibliografie: Architecture in Italy. 1400 to 1600, Harmondsworth, Middlesex 1974, zus. mit Ludwig H. Heydenreich; "Die ovalen Kirchenräume des Cinquecento", Römisches Jahrbuch für Kunstgeschichte, 7 (1955), S. 7–99.
Nachrufe: James S. Ackermann in Journal of the Society of Architectural Historians, 41 (1982), S. 5f.; Christoph L. Frommel in Odeo Olimpico, 17/18 (1981/82), S. 181f.

Zur Redakteursansicht