Maarten van Heemskerck e il fascino di Roma. Percorsi visivi della Città Eterna

Faszination Rom: Eine visuelle Entdeckungsreise mit Zeichnungen Maarten van Heemskercks und anderer Künstler, antiken Originalen und fotografischen Zeugnissen

24. Februar 2026

Pressekonferenz: Montag, 2. März 2026, 11 Uhr, Palazzo Poli alla Fontana di Trevi

Vom 3. März bis zum 7. Juni 2026 präsentiert das Istituto Centrale per la Grafica (ICG) im Palazzo Poli die Ausstellung Maarten van Heemskerck e il fascino di Roma. Percorsi visivi della Città Eterna. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die einzigartigen Zeichnungen aus dem Skizzenbuch des niederländischen Künstlers Maarten van Heemskerck (1498–1574), Ergebnis seiner kreativen Auseinandersetzung mit der Stadt Rom und ihrem unermesslichen kulturellen Erbe. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines internationalen Kooperationsprojektes des ICG mit der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin.

Mit dieser Ausstellung kehrt ein Teil des Skizzenbuches Van Heemskercks nach fast 500 Jahren erstmals an den Ort seiner Entstehung zurück. Das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin hat für die Ausstellung 32 der jüngst restaurierten Blätter zur Verfügung gestellt. Auf seiner Entdeckungsreise durch Rom war das Skizzenbuch Van Heemskercks ständiger Begleiter. Hier dokumentierte er sein Studium der römischen Ruinen und antiken Skulpturen und schuf atemberaubende Veduten der Ewigen Stadt. Kontextualisiert werden die Zeichnungen in der Ausstellung durch Leihgaben von Reiseführern des frühen 16. Jahrhunderts und von historischen Fotografien aus dem Bestand der Forschungsressourcen des römischen Max-Planck-Instituts für Kunstgeschichte. Darüber hinaus werden ihnen antike Skulpturen aus den Musei Capitolini sowie über sechzig weitere Zeichnungen, Grafiken, Druckplatten und Archivfotografien aus den Beständen des ICG zur Seite gestellt.

Die von Tatjana Bartsch (Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte), Rita Bernini (ICG) und Giorgio Marini (ICG) kuratierte Ausstellung zeigt mit den Berliner Studien Van Heemskercks ein spektakuläres visuelles Repertoire von Ansichten der Ewigen Stadt im 16. Jahrhundert. Wie wenig andere Zeugnisse gewähren sie einen privilegierten Einblick in die Faszination, die die Stadt und ihre antiken und modernen Kunstwerke auf Künstler und Besucher ausübte. Van Heemskercks Blätter zählen zu den ersten modernen Beispielen einer systematischen bildlichen Darstellung Roms und zeugen von einer bemerkenswerten Ausgewogenheit zwischen direkter Beobachtung, topografischer Präzision und künstlerischer Kreativität. Die Antike wird in ihnen lebendiges Vorbild und Ausgangspunkt neuer künstlerischer Experimente.

Dies ist eine einmalige Gelegenheit, neben den spektakulären und gerade restaurierten Berliner Zeichnungen auch zahlreiche weitere Kunstwerke, einige Antiken, Reiseführer aus der Zeit Van Heemskercks sowie historische Fotografien Roms zu sehen. Sie ermöglichen die historische Kontextualisierung der Zeichnungen und laden zum vergleichenden Sehen ein: Erfahrbar wird so ein Jahrhunderte zurückliegender Dialog zwischen Monument und Bild und zwischen physischer Präsenz und grafischer Umsetzung.“ 
     – Tatjana Bartsch (Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte)

Die Ausstellung schließt mit einer Montage italienischer und internationaler Filmsequenzen als Hommage an Rom. Van Heemskercks Zeichnungen ergänzend, zeigen sie die Stadt als visuelles Laboratorium der Moderne, in dem Bilder, Mythen und Geschichten ineinander verwoben und immer wieder neu erschaffen werden. Kaum eine andere Stadt versteht es so eindrucksvoll, ihre symbolische Kraft unentwegt zu regenerieren und Generation um Generation in ihren Bann zu ziehen.

Die Ausstellung wird unterstützt vom italienischen Kulturministerium und von der Botschaft des Königreichs der Niederlande und steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.
 

Maarten van Heemskerck e il fascino di Roma. Percorsi visivi della Città Eterna
Istituto Centrale per la Grafica
Palazzo Poli, Via Poli 54, Rom

Öffnungszeiten: 3. März – 7. Juni 2026
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr, letzter Einlass um 18.00 Uhr

Publikationen:

Maarten van Heemskerck e il fascino di Roma. Percorsi visivi della Città Eterna, Ausstellungskatalog, hg. v. Tatjana Bartsch, Rita Bernini und Giorgio Marini, unter Mitarbeit von Julia Cosima Hagge und Eleonora Magli, Genua 2026, Sagep Editori (im Druck).

Maarten van Heemskerck. The Roman Sketchbook (Faksimile), hg. v. Tatjana Bartsch und Christien Melzer, Berlin 2024, Hatje Cantz.

Tatjana Bartsch, Maarten van Heemskerck. Römische Studien zwischen Sachlichkeit und Imagination, München 2019, Hirmer.

Leihgaben Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte:

  • Vier historische Reiseführer der Stadt Rom aus der Rara-Sammlung der Bibliothek
  • Ein historischer Rom-Plan von 1555 aus der Kunstsammlung (Ugo Pinard, 16 Jh.)
  • 17 historische Fotografien aus der Fotothek
  • Neun zeitgenössische Fotografien Roms von Enrico Fontolan (Bibliotheca Hertziana)

Leihgaben Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin:

  • 32 Zeichnungen aus dem römischen Skizzenbuch von Maarten van Heemskerck (entstanden zwischen 1532 und 1536/37)

Die Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte fördert die Forschung auf dem Gebiet der italienischen und globalen Kunst- und Architekturgeschichte. Das Institut fördert die Ausbildung herausragender Forscher und stellt internationalen Wissenschaftlern die hervorragenden Ressourcen seiner Bibliothek und Fotothek zur Verfügung.

Dr. Marieke von Bernstorff

Pressesprecherin BHMPI
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