Nachlass Philipp Fehl/Schenkung Kress Foundation

Antonio Pollaiuolo, Grabmal Innozenz VIII., 1492/1498, Vatikan, Sankt Peter

Der österreichische Kunsthistoriker Philipp P. Fehl (1920–2000) flüchtete 1938 über Prag und England in die USA. Fehl, der auch gelernter Maler und Zeichner war, lehrte Kunstgeschichte an den Universitäten von Kansas City, Nebraska, North Carolina und bis zu seiner Emeritierung 1990 für 20 Jahre an der University of Illinois (Urbana-Champaign). Zusammen mit seiner Frau Raina leitete er das Leopold Cicognara Programm der Biblioteca Vaticana in Italien bis zu seinem Tod 2000.
Der im Jahr 2008 in die Fotothek eingegangene Nachlass umfasst ca. 470 Schwarz-Weiß Fotografien, die der Kunsthistoriker im Rahmen seiner Forschungen zu den Papstgrabmälern in Sankt Peter in Auftrag gegeben und mit Unterstützung der Kress Foundation erworben hat.

Auswahlbibliografie: Monuments and the art of mourning. The tombs of popes and princes in St. Peter's, Rom (Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia, Storia e Storia dell'Arte in Roma) 2007; "Begegnungen mit dem Ursprung: Leopoldo Cicognara und die Erfindung der modernen Kunstgeschichte", Der Kunsthistoriker, 8 (1991[1992]), Wien 1992, S. 22–29.
Nachrufe: Philipp P. Fehl, Kunsthistoriker und Künstler, Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in Rom, hg. v. Richard Bösel, Rom 2002; Claudia Echinger-Maurach, "In Memoriam Philipp P. Fehl", Artibus et historiae, 24 (2003 [2004]), Nr. 48, S. 9–11; Marilyn Perry, "Philipp P. Fehl, Artist, Scolar, Humanist, Witness", ebd. S. 13–15.

Zum Nachlass: Christina Riebesell, "Fotografi e dal lascito di Philipp Fehl alla Bibliotheca Hertziana", Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia Storia e Storia dell'Arte in Roma, Annuario, 50 (2008/2009), S. 187–192.

Zur Redakteursansicht