Römische Studien der Bibliotheca Hertziana

21. Christina Strunck (Hg.), Un regista del gran teatro del barocco. Johann Paul Schor und die internationale Sprache des Barock.
280 Seiten, 215 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2008.
ISBN: 978-3-7774-3515-2, € 29,90

Der aus Innsbruck stammende Johann Paul Schor (1615–1674), der sich als höchst kreativer und eigenständiger Mitarbeiter Gianlorenzo Berninis und Pietro da Cortonas in Rom einen Namen machte, begeisterte seine Zeitgenossen als Schöpfer monumentaler Freskomalereien, als begnadeter Zeichner, Entwerfer außergewöhnlicher Kunstgegenstände und Meister der barocken Festkultur. Die Buchpublikation widmet sich dem äußerst vielseitigen Künstler und seiner Familie, die an der europaweiten Verbreitung des römischen Barockstils maßgeblich beteiligt war.

Beiträge von: Alba Cappellieri, Sabina De Cavi, Silvia Carola Dobler, Jorge Fernández-Santos Ortiz-Iribas, Giulia Fusconi, Klaus Güthlein, Markus Neuwirth, Christina Strunck, Stefanie Walker und Gerhard Wiedmann.


20. Christina Strunck, Berninis unbekanntes Meisterwerk. Die Galleria Colonna in Rom und die Kunstpatronage des römischen Uradels.
622 Seiten,156 Abbildungen im Text, davon 16 Farbtafeln mit 20 Abbildungen, 45 Tafeln mit 195 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2007.
ISBN: 10-3-7774-3305-5, € 150,00

Die Galleria Colonna in Rom und die Kunstpatronage des römischen Uradels sind trotz ihrer zentralen Stellung in der barocken Kunst noch nie Gegenstand einer Analyse gewesen. Auf der Grundlage bedeutender Dokumentenfunde wird die gesamte Bau- und Ausstattungsgeschichte des römischen Palazzo Colonna rekonstruiert und die Kunstpatronage der "ersten Familie Roms" in ihrem sozialen und politischen Kontext betrachtet.
Das komplexe Bildprogramm wird interpretiert und in seinem soziopolitischen Kontext betrachtet, so dass gezeigt werden kann, mit welchen Strategien die Colonna ihren Anspruch bekräftigten, die erste Adelsfamilie Roms zu sein. Mit diesem Werk liegt die erste umfassende Studie zum Kunstpatronat des römischen Uradels vor. Ein über hundertseitiger Dokumentenanhang, der eine Fülle überraschender Einblicke in die römische Kunst- und Sozialgeschichte gewährt, rundet den Band ab.

Ausgezeichnet mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft


19. Hannes Roser, St. Peter in Rom im 15. Jahrhundert. Studien zu Architektur und skulpturaler Ausstattung.
296 Seiten, 218 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2005.
ISBN: 3-7774-2405-6, € 80,00

Die Peterskirche in Rom im 15. Jahrhundert wurde in der Forschung bislang nur unvollständig wahrgenommen. So konnte der Eindruck entstehen, die Basilika sei um 1500 baufällig und mit Ausstattungsstücken überfüllt gewesen. In dem vorliegenden Band widerlegt Roser diese Annahme und zeigt auf, dass umfangreiche Arbeiten für eine Restaurierung und Neuausstattung der altehrwürdigen Kirche sorgten. Neben den Päpsten, die für die Basilika sorgten, sowie ihren Gefolgsleuten, welche den päpstlichen Gönnern nach ihrem Tod Grabmäler errichteten, sind auch vereinzelte Beiträge zur Renovierung und Ausstattung von St. Peter zu verzeichnen, deren Auftraggeber als vom Papst unabhängige Persönlichkeiten auftraten. Auch einige Kardinäle leisteten mit ihren Stiftungen einen zusätzlichen Beitrag zur Erneuerung der Basilika. Andere strebten dagegen primär nach einer Verbindung ihres Namens mit Heiligtümern, um einer durchaus ökonomisch kalkulierten Jenseitsfürsorge Rechnung zu tragen. Die Erneuerung der Konstantinsbasilika sowie zahlreiche Restaurierungs-, Bau- und Ausstattungsprojekte in den Pontifikaten Martins V. und seiner Nachfolger belegen die Etablierung des Papsttums in Mittel- und Westeuropa zur abermals anerkannten Institution.


18. Rhoda Eitel-Porter, Der Zeichner und Maler Cesare Nebbia 1536–1614.
344 Seiten mit 200 Abbildungen auf 98 Tafeln.
München: Hirmer Verlag 2009.
ISBN: 3-7774-9970-3, € 90,00

Dieses Werk widmet sich dem aus Orvieto stammenden Maler und Zeichner, Cesare Nebbia, der zu den einflussreichsten Vertretern des römischen Spätmanierismus gehört. Er war in der zweiten Hälfte des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts maßgeblich an wichtigen Aufträgen in Rom und Orvieto beteiligt. Das Buch besteht zunächst aus einer Würdigung des gesamten zeichnerischen Œuvres, welches chronologisch im Zusammenhang mit den gemalten Werken des Künstlers betrachtet wird. Dabei fällt auch Licht auf das Auftragswesen der Zeit und auf die Zusammenarbeit namhafter Künstler in den päpstlichen Werkstätten. Angeschlossen ist ein catalogue raisonné aller bekannten Zeichnungen Nebbias.


*17. Ulrich Pfisterer, Donatello und die Entdeckung der Stile 1430–1445.
658 Seiten, 154 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2002.


*16. Hans Ulrich Kessler, Pietro Bernini (1562–1629).
496 Seiten, 218 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2005.

Pietro Bernini, der Vater und langjährige Meister des bedeutenden Barockbildhauers Gian Lorenzo, erfährt in der vorliegenden Monographie erstmals eine kritische Würdigung. Der Florentiner Bildhauer Pietro Bernini (15621629) ist durch den Ruhm seines unvergleichlich bekannteren Sohnes, Gian Lorenzo, nahezu vollkommen in Vergessenheit geraten. Mit eigens für diese Publikation angefertigten Fotos vieler bislang vernachlässigter Bildwerke wird ein Künstler der Übergangszeit zwischen Manierismus und Frühbarock vorgestellt, der einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung der römischen Plastik um 1600 hatte. Pietro Bernini, der Vater und langjährige Meister des bedeutenden Barockbildhauers Gian Lorenzo, erfährt in der vorliegenden Monographie erstmals eine kritische Würdigung. Der Florentiner Bildhauer Pietro Bernini (15621629) ist durch den Ruhm seines unvergleichlich bekannteren Sohnes, Gian Lorenzo, nahezu vollkommen in Vergessenheit geraten. Mit eigens für diese Publikation angefertigten Fotos vieler bislang vernachlässigter Bildwerke wird ein Künstler der Übergangszeit zwischen Manierismus und Frühbarock vorgestellt, der einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung der römischen Plastik um 1600 hatte.


15. Doreen Tesche, Ernst Steinmann und die Gründungsgeschichte der Bibliotheca Hertziana in Rom.
307 Seiten, 98 Abbildungen.
München: Hirmer Verlag 2002.
ISBN: 3-7774-9020-2, € 60,00

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